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Die Tabelle oben zeigt die Disziplinen für das Werfen von

Kindern im Alter zwischen 6 und 11 Jahren (sowie für die

12-

und 13-Jährigen) – diesmal gegliedert in drei Entwick-

lungsfelder: „Vom Schlagwurf zum Speerwurf“, „Vom

beidarmigen Stoßen zum Kugelstoß“, und „Vom ,Drehen

und Werfen’ zum Diskuswurf“.

In einer Leichtathletik für die Jüngsten gilt es zum Beispiel,

Wurfstäbe und Tennisringe zum sauberen Rotieren zu

bringen, den Flatterball so zu werfen, dass der Schweif

lange zu sehen ist, und die Vortex-Wurfrakete mit Kraft im

Abwurf zum Heulen zu bringen. Wenn heutzutage schon

nicht auf unseren öffentlichen Straßen und Plätzen, so

können wir doch in unseren Sporthallen und auf unseren

Sportanlagen unterschiedliche Wurfgelegenheiten ar-

rangieren und attraktive Spiele, herausfordernde Übun-

gen und spannende Wettbewerbe kreieren.

Mit den Disziplinen in der Tabelle oben wird auch im

Wurfbereich die Angebotspalette erweitert und neue

Wurfsituationen in das Wettkampfsystem integriert. Be-

währte und auch künftige neue Trainingsmaterialien

können damit zu Wettkampfgeräten werden. Es wird ge-

worfen, was gut fliegt, bei den Jungen die Lust am Wer-

fen erhält und den Mädchen Mut macht, mehr und

mehr Wurfgeräte in die Hand zu nehmen.

Für den wettkampfgemäßen Zugang von Kindern gilt:

Landebereiche werden in offensichtliche, gut markierte

Punktefelder unterteilt, die beim Disziplinablauf das

sofortige und transparente Ermitteln von Wurf- und Stoß-

leistungen nach sich ziehen. Nach (mindestens) einem

Probeversuch erhält jeder Teilnehmer vier Versuche. Die

drei wurfbesten Leistungen kommen dabei in die Wer-

tung und werden als Einzelergebnisse zur Additionswer-

tung summiert. Das Teamergebnis ergibt sich schließlich

in der jeweiligen Disziplinwertung aus der Summe der

sechs besten Leistungen.

Per Wettkampf wird im Altersbereich der 8- und 9-Jähri-

gen (U10) zum

Schlagwurf

mit zentralem 3-Schritt-Rhyth-

mus angeleitet. Die Jüngsten (U8) werfen hingegen

noch aus der

Schrittstellung

,

die Ältesten (U12) gestalten

ihren Anlaufrhythmus und ihre Anlauflänge frei.

Beidhändige

Druckstöße

(

U8) bereiten die

Medizinball-

stöße

aus dem 3er-Rhythmus für die 8- und 9-Jährigen

(

U10) aus der seitlichen Stoßauslage vor – bei dem eine

Hand stößt, die andere führt. Der also im Training der

Kleinen und Großen nicht wegzudenkende Medizinball

erfährt somit auch als Wettkampfutensil in der Kinder-

leichtathletik seine Renaissance.

Beim

Drehwurf

werden die Beschleunigungswege Schritt

für Schritt verlängert. Dem Wurf mit Tennisring, Fahrrad-

reifen o. Ä. aus der Wurfauslage (U8) folgt die einfache

Drehung (U10) und schließlich der Wurf mit dem Kinder-

diskus – mit allen Freiheitsgraden und aus dem Diskusring

(

U12).

DEUTSCHER LEICHTATHLETIK-VERBAND • WETTKAMPFSYSTEM KINDERLEICHTATHLETIK (GÜLTIG AB 1.1.2013)

WERFEN

9

K i n d e r l e i c h t a t h l e t i k

Jugendleichtathletik

U8

U10

U12

U14

(

w/m 6/7)

(

w/m 8/9)

(

w/m 10/11)

(

w/m 12/13)

Vom Schlagwurf

Schlagwurf

Schlagwurf

Schlagwurf

Speerwurf

zum Speerwurf

(

aus dem Stand)

(

aus 3 m Anlauf)

(

freie Anlauf)

Ballwurf

Vom beidarmigen

beidarmiges

Medizinballstoßen

Stoß-Dreikampf

Kugelstoß

Stoßen zum

Stoßen

Kugelstoß

Vom „Drehen

Drehwurf

Drehwurf

Drehwurf

Diskuswurf

und Werfen“

(

Wurfauslage)

(

einfache Drehung)

(

freie Ausführung)

zum Diskuswurf

Hammerwurf

Das Wurf-Konzept